Rückblick auf den 10. Berlin Aquathlon

Die Wechsel-Wiese, nur wenige Schritte vom Wasser entfernt

Bevor nächste Woche der TT-Punktspiel-Betrieb wieder losgeht (das erste Heimspiel hat die 3. Mannschaft am Mo, den 22.08.) soll hier ein Blick darauf geworfen werden, was ein paar unserer Friedrichstädter außer Tischtennis sonst noch so den Sommer über getrieben haben. Der TT-Spieler an sich ist ja offen für viele andere Sportarten und Hobbys (siehe auch unser TT-Schach-Turnier), und so hatten sich die lauf- oder zumindest schwimmbegeisterten Michael (früher mal Friedrichstadt, jetzt Eintracht Südring), Bernhard (1. Mannschaft Friedrichstadt) und Sascha (3. Mannschaft Friedrichstadt) für den 10. Berlin Aquathlon angemeldet, den sie dann durchaus erfolgreich am 3. Juli 2011 absolviert haben.

Trotz diverser Schulter- und Rücken-Wehwehchen waren die drei an dem grauen kühlen Sonntagmorgen raus nach Kladow gefahren, wo am Havel-Ufer um 9 Uhr der Startschuss erklingen sollte. Ein gemeinsamer Trainings-Treff ein paar Wochen vorher am Plötzensee war buchstäblich ins Wasser gefallen – diesmal waren wir froh dass es immerhin von oben trocken war. Zum Glück, denn die „Wechselzone“ befand sich auf einer Wiese unter freiem Himmel – dort wurden alle Sachen und die Laufschuhe deponiert. Ein weiterer kleiner organisatorischer Schwachpunkt im Vergleich zum Müggelsee Aquathlon, an dem Michael und Sascha im August 2010 teilgenommen hatten, war die geringe Anzahl der Toiletten. Da jeder nochmal „musste“, bevor es losging, haben einige wohl die Ablauf-Besprechung verpasst.

Das war aber nicht wirklich ein Problem, denn klar war, dass es zuerst ins Wasser ging, dort musste man 3 Bojen umrunden (Strecke: 0,75 km) bevor es dann auf die Laufstrecke (6,4 km) ging, die durch ausreichend Helfer gut gekennzeichnet war. Das war die sogenannte „Sprint“-Distanz, die uns Hobby-Athleten nun wirklich ausreichend erschien. Mehr als die Hälfte der über 130 Teilnehmer hatte sich für die „Classic“-Variante entschieden: sie mussten zwei Runden im Wasser drehen (wobei einige Cracks für die 1,5 km eine ähnliche Zeit brauchten wie wir für nur eine Runde) und 12,8 km laufen.

Hier geht es los: So, 3. Juli 2011, 9 Uhr - Startschuss zum 10. Berlin Aquathlon im kühlen Nass der Havel in Berlin-Kladow

Im Wasser kam Michael gut voran, so dass er wie schon im letzten Jahr im Müggelsee wieder eine Minute Vorsprung auf Sascha herausschwimmen konnte. Nur Bernhard hatte mit den Bedingungen etwas mehr Probleme, wollte dann aber doch nicht so früh schon aufgeben und kämpfte sich durch – als immerhin Vorletzter kam er aus der Havel. Hier wurde erstmals die Zeit genommen, wir lagen da so zwischen 17 und 23 Minuten. Schnell hieß es nun, sich umzuziehen: etwas abtrocknen, rein in die Schuhe und dann sofort weiter laufen, auch wenn die Beine schlackerten.

Die Wechsel-Wiese, nur wenige Schritte vom Wasser entfernt

Die Laufstrecke war, soweit man das mitbekam, landschaftlich sehr reizvoll und führte durch einen schönen Park und am Havel-Ufer entlang. Wir „Sprinter“ hatten diese 3,2 km lange Runde 2mal zu bewältigen. Leider war der Boden teilweise sehr matschig und es gab etliche Steigungen! Am Ende der ersten Runde wurde Michael, der wegen Rücken-Problemen in eine langsamere Gangart gewechselt war, durch Sascha eingeholt und die beiden liefen ein Stück zusammen. Beim Blick auf die Uhr nach der ersten Laufrunde war klar: unter einer Stunde bleiben, dass müsste jetzt noch zu schaffen sein, und vielleicht noch ein paar Minuten rausholen. Anstrengend war’s, ohne Frage, doch wir gaben nicht auf und auch wenn Michael dann Sascha doch davonziehen lassen musste und am Ende nicht mehr ganz einholte, so hatten es beide dann nach insgesamt 55,5 bzw. 56 Minuten gut geschafft (Platz 32 und 35) und bekamen im Ziel ihre verdienten Medaillen überreicht.

Doch wo blieb Bernhard? Er hatte sich herangekämpft, war ähnlich schnell wie die beiden anderen gelaufen und hatte so noch einige Läufer überholt – er landete schließlich nach ca. 1 Stunde 2 Minuten auf Platz 44, bei insgesamt 49 „Sprint“-Teilnehmern, von denen der Letzte nach etwas mehr als 1 Stunde 15 Minuten im Ziel war. Nun gab es nochmal etwas Abkühlung im Wasser, eine schöne Stärkung in Form von Kuchen und Obst und das Warten auf die Siegerehrung – dann kam die Heimfahrt, die wir drei mit der Fähre über den Wannsee antraten. Hier zum Vergleich noch die Zeiten der Sieger: „Sprint“ knapp 31 Minuten, „Classic“ (die doppelte Distanz) 1 Stunde 6 Minuten! Wie gesagt, es sind da etliche Cracks unterwegs gewesen… Glückwunsch an alle Teilnehmer!

Und danke an Startschuss Sport-Events in Berlin und die Agentur Nanni, die diese und andere Veranstaltungen organisiert haben und uns freundlicherweise erlaubt haben, ein paar ihrer Fotos (Copyright Roger Schorries) für diesen Bericht zu verwenden. Hier gibt’s noch mehr: www.startschuss-berlin.de – viele Bilder, die kompletten Ergebnisse und alle Infos für diejenigen die jetzt Lust auf mehr als Tischtennis bekommen haben. Nächstes Jahr sind wir drei wohl jedenfalls wieder dabei (allein schon um das Eisbein mit Sauerkraut, das wir uns zurück in Berlin-Tiergarten noch gegönnt haben, wieder abzubauen…), und hoffen natürlich dass sich der ein oder andere Friedrichstädter und TT-Spieler sich uns bis dahin anschließt.

1 Kommentar zu “Rückblick auf den 10. Berlin Aquathlon

  1. Schöner Bericht! Wenn ich mich zu etwas Training im Schwimmen und Laufen aufraffen kann, bin ich nächstes Jahr mit am Start. Wenn nicht, dann spezialisiere ich mich auf die Disziplin Eisbein mit Sauerkraut.

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