Der SVF war in Franken

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Kurzfristig zu Pfingsten bekamen wir die Einladung des renommierten TTC Neunkirchen am Brand (das ist kein Schnaps, sondern ein Bach!) – eine überregionale Größe im Damen- und eine regionale Größe im Herrentischtennis aus dem Landkreis Forchheim und zudem Simons Heimatklub! Besser hätte das timing nicht sein können: Superwetter, diverse lokale Feste und der Pfingstmontag zur Erholung!

Dank des mittlerweile fast durchgängig 6spurigen Ausbaus der motorway Richtung Nürnberg und des v.a. LKW-freien Samstags erreichten wir die o.g. Marktgemeinde, deren Stadttor und Reste einer Ummauerung gar auf ein frühes Stadtrecht hinweisen, ungeblitzt pünktlich. Unsere Minidelegation, bestehend aus Simon, David, Winnie und Max, wurde vom 1. Vorstand begrüßt, Wimpelüberreichung inklusive!

Unser Präsent – ein süffiges Getränk, ursprünglich nahe des Müggelsees „hergestellt“ – verschwand schon vor der Begrüßung sofort im vereinseigenenen Großgastronomiekühlschrank im Nebenraum der großzügigen Sporthalle. Wenigstens im Match konnten wir Kontra liefern: Wir gewannen überraschend hoch mit 9:5, obwohl der TTC mit Petra Rubin eine mehrfache bayerische und deutsche Meisterin und gleich zwei aufstrebende Talente aus deren Zweiten bzw. deren starken Bezirksliga-Ersten einsetzte.

Im Einzel für uns unbezwingbar blieb lediglich der 71jährige „Barnerspieler“ Peter Dörr, der in seiner Hochzeit für die FTG Frankfurt in der 2. Liga spielte und auf Topspins immer noch unglaublich variable Returns spielt! Vor der Halle dann schön hergerichtet ein Eckchen mit Abendsonne und viel, viel Grün vor Augen, dazu die regionalen Getränke plus interessante Geschichten – gerne kommmen wir wieder, vielen Dank!
Die Sonne war noch nicht ganz untergangen, da stand das nächste Highlight auf dem Programm: Der Besuch des Bergweihkirchfestes im nahe gelegenen Erlangen. Auf einem Hügel nahe der Altstadt befinden sich dort in den Berg hinein getriebene Stollen, vor denen die diversen Restaurationsbetreiber eine Terassen- und Hüttenkultur angelegt haben, auf denen sich jeden Pfingstsamstag Tausende von Menschen zum Feiern treffen. Wir also mittenrein und irgendwann kamen wir kaum mehr vorwärts: Ellbogen links und rechts und im Rücken, Bier- und Körperschweiß, gefährliche hochhackige Schuhe…Irgendwo hingen wir dann, ausgestattet mit Krügen, an einer Geländerbrüstung, während ganz Franken mittlerweile auf den Biertischen und -bänken stehend und tanzend zu den Covers von Nena, Bon Jovi, Tom Schilling…mitgröhlte und Riesenspaß dabei hatte.
Dann war pünktlich um 23.00 Uhr Schluss und alles strömte in einer einzigen Schar hinab in die Erlanger Altstadt, wo in den ausnahmsweise geöffneten Kneipen weitergefeiert wurde. Wir machten Stopp in „La Sorbonne“, einer alten Studentenkneipe, die so knallvoll war, dass die Kellnerin, die das frischgezapfte Bier weiterreichen wollte, irgendwo hängenblieb. Infolgedessen ging das flüssige Geschoss komplett auf Simon nieder! Aber die Menschen vor Ort sind nett und aufmerksam: Nur wenig später bekam Simon einen Entschädigungsschnapps und dann flog gar ein rot-weiß kariertes Hemd in seine Richtung, das aber auf Max bzw. dessen Bier landete…
Ruhig und gemächlich dann der Sonntag: Erstes Ziel der Forchheimer „Bierberg“. Ähnlich wie in Erlangen ein Berg mit zahlreichen „Keller“-Lokalitäten, dazu aber zahlreicher, alter Baumbestand, der zum Draußensitzen schön viel Schatten abwarf, denn zum „Frühschoppen“ war es schon ganz schön heiß…Lecker dann auch die ganzen, preiswerten Fleischgerichte (wie hießen die nochmal?) und die schön kühlen Getränke.
Und dann die Fränkische Schweiz: Winnie aus Taiwan war völlig begeistert von den alten Burgruinen, zunehmend gerieten die Paddler in der Wiesent in unser Blickfeld, ein Museumszüglein war auch noch in der Modelleisenbahnlandschaft unterwegs, dazu der Sound von „Wintersun“ aus Finnland, und dann plötzlich Simon (am Steuer): „I missed the biergarten!“. So verpassten wir also den Biergarten der sagenhaften Held-Brauerei! Vor Bayreuth fanden wir dann doch noch eine kleine, nette Lokalität zum Draußensitzen und Winnie stellte fest: „It´s so quiet here!“ Wenige Stunden später fanden wir uns wieder in der Bundeshauptstadt ein (David zeigte uns dazu noch alle Ecken und Enden von Schönefeld und Adlershof…), dann hatte uns der Moloch wieder! Schön war es, wir würden uns über einen Gegenbesuch bzw. ein Wiedersehen in Franken sehr freuen!

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